Krankheit finden kann jeder, Gesundheit finden, ist das Ziel des Osteopathen.
                               Andrew Taylor Still

Schwangerschaft

Die Osteopathie kann sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt eine hilfreiche Unterstützung für den Körper sein um sich besser regulieren zu können.  Einerseits können akute Beschwerden in der Schwangerschaft osteopathisch behandelt  werden und andererseits ist es auch möglich den Körper der sich durch die ständigen Veränderungen der Schwangerschaft anpassen muss darin zu begleiten und optimale Bedingungen für das Ungeborene zu erzielen. So kann auch für die Geburt eine bestmögliche gewebliche Voraussetzung geschaffen werden, sodass keine Blockaden den natürlichen Geburtsvorgang erschweren.
Auch nach sehr langen, aber ebenso nach sogenannten Sturzgeburten sowie nach sehr schweren Geburten mit Komplikationen ist eine osteopathische Nachbehandlung sinnvoll.
In diesem Sinne erleichtert die Osteopathie dem Körper die Regulierung seines Gleichgewichts und sein bestmöglichstes Funktionieren auf allen Ebenen.

  • Rücken- Kreuz- Becken- und Steissbein- sowie Schambeinschmerzen in Ruhe oder Belastung
  • Nackenverspannungen sowie Kopfschmerzen
  • Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden
  • Hüft- Knie- Fussschmerzen
  • Gestaute Beine, geschwollene und eingeschlafene Hände

Säuglinge

Auch schon Säuglinge können von einer osteopathischen Behandlung profitieren vor allem wenn ihr Start ins Leben durch eine schwierige Geburt erschwert worden ist. Dann können verschiedene Gedeihstöhrungen sowie Entwicklungsverzögerungen die Folge sein sowie konkrete  Beschwerden auftreten die sich wie folgt äussern können:

  • Trinkschwäche oder Saugprobleme
  • Unruhe und Schlafprobleme
  • Uebermässiges Schreien, untröstliches Weinen
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Verstopfung und Krämpfe
  • Schädelasymmetrie und Schiefhals
  • Hüftbeschwerden nach Steisslage
  • Verzögerte Entwicklung
  • Auffällig gestresst und angespannt in seinem Verhalten

Nicht immer ist die Geburt der Auslöser dieser Beschwerden manchmal können auch andere Ursachen zu Grunde liegen die bekannt oder auch nicht bekannt sein können.

Letztendlich kann die Osteopathie dazu beitragen das Neugeborene nach der Geburt darin zu unterstützen sich optimal zu entfalten und die Kräfte welche während der Geburt auf seinen Körper eingewirkt haben auszugleichen und zu normalisieren. Dann wird sich das Baby auch optimal entwickeln können und wichtige und nicht immer einfache Entwicklungsschritte werden erleichtert.

Kinder

Für Kinder im Wachstum kann die Osteopathie eine wertvolle Unterstützung sein damit sie sich körperlich und emotional optimal entwickeln und entfalten können. Dies kann sowohl bei konkreten Beschwerden als auch begleitend zu anderen Therapien der Fall sein, wodurch die Osteopathische Behandlung dazu beitragen kann, dass Ihr Kind in sein Gleichgewicht zurück finden und somit sein volles Potential ausschöpfen kann.

  • Entwicklungsverzögerungen oder Auffälligkeiten
  • Konzentrationsschwierigkeiten und Wachstumsbeschwerden
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Haltungsprobleme z.B. Skoliose
  • Begleitend bei kieferorthopädischen Störungen
  • Wiederkehrende Mittelohr – und Atemwegsinfekte
  • Zur Unterstützung des Immunsystems
  • Funktionelle Verdauungs- und Atmungsbeschwerden
  • Nach Traumatas wie Unfall, Sturz oder Verletzungen
  • Allgemeine Verspannungen und Stress

Erwachsene

Im Laufe des Lebens ist der menschliche Körper vielerlei Einflüssen und internen und externen Reizen ausgesetzt wie Stress, falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, Traumatas etc.
Diese können seine Funktionen einschränken und stören, sodass die Balance negativ beeinflusst wird und in der Folge der Körper aus dem Gleichgewicht kommt.
Dadurch fängt der Körper an zu kompensieren und baut Spannungsketten auf woraus sogenannte Dysfunktionen entstehen die sich als Blockaden zeigen.
Daraus resultieren Funktionseinschränkungen und Störungen in den verschiedenen Systemen des Körpers welche sich früher oder später in Form von Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen äussern. Sie können  aber auch als Stauungen, Schwellungen und  Entzündungen sowie verminderter Durchblutung und Sensibilität zum Ausdruck kommen.
Dies kann auf der Ebene des Bewegungsapparats, der inneren Organe oder des craniosacralen Systems der Fall sei, respektive im Laufe der Zeit werden sämtliche Systeme des Körpers mit einer Kompensation reagieren.
Die Osteopathie hat zum Ziel diese Blockaden zu lösen und somit diesen Kreislauf zu durchbrechen, so dass sich der Körper wieder selbst regulieren kann und in sein Gleichgewicht zurückfindet.

  • Rückenbeschwerden  wie ISG Blockaden, Ischialgie,    Bandscheibenprobleme, Blockaden und Schmerzen in HWS, BWS und LWS sowie Kreuz- und Steissbein
  •  Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen,   Verstopfung, Durchfall etc.
  • Beschwerden im Kopfbereich wie  Kopfschmerzen, Migräne, Schleudertraumata, Tinitus, Sinusitis, Kiefergelenksbeschwerden und funktionelle Schlucksrörungen oder Klossgefühl im Hals in Folge Stress.
  • Neurovegetative Störungen wie übermässiger Stress, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände
  • Allergien und Hautprobleme ( z.B. Neurodermitis)
  • Gynäkologische Beschwerden wie Menstruationsbeschwerden/ Schmerzen, Amenorrhoe, Narbenbehandlungen nach Sectio und Unterleibsbeschwerden.
  • Urologische Beschwerden wie Blasenschäche , Inkontinenz
  • Kinderwunsch: bei funktionellen Fertilitätsstörungen bei der Frau oder dem Mann , d.h. wenn keine medizinischen Ursachen für die Kinderlosigkeit gefunden worden sind. Dann kann die Osteopathie begleitend oder unterstützend zu anderen Therapien und med. Behandlungen zum Einsatz kommen.

Sportler

Ein gesunder Körper ist das Kapital eines jeden Sportlers.

Um Höchstleistungen erbringen zu können, muss der Körper in seinem Gleichgewicht sein, sodass alle seine Funktionssysteme optimal zusammen spielen und effizient funktionieren können.

Wenn dies nicht der Fall ist,  kommt es  früher oder später zu Dysbalancen meistens in Folge von Ueberbelastungen durch zu einseitiges, überdosiertes Training und daraus resultierenden Verletzungen oder Symptomen wie Entzündungen, Funktionseinschränkungen und Schmerzen.

Somit kann die Osteopathie auch im Sportbereich zum Einsatz kommen und sowohl eine wirksame Therapie,  als auch eine wertvolle Ergänzung sein bei akuten oder chronischen Beschwerden die den Sportler an seinen Aktivitäten hindern oder ihn einschränken.

Dabei wirkt die osteopathische Behandlung vor allem dann wenn es darum geht wiederkehrende Beschwerden zu behandeln deren Ursachen auf den Grund gegangen werden soll. Dann kann die Osteopathie angezeigt sein und helfen diese langfristig los zu werden und ihnen vorzubeugen.

Auch im Hinblick auf eine optimale Erholung und zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit wirkt die osteopathische Behandlung effektiv und trägt zu einer verbesserten Regeneration und einer erhöhten Belastbarkeit bei und kann auch sehr gut im Rahmen der Prävention angewendet werden.

  • Kniebeschwerden (z.B. Runner’s Knie) Schmerzen, Blockierungen oder Verletzungen
  • Fussschmerzen (Knöchelverstauchungen)
  • Schienbeinknochenschmerzen (Shin splints)
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Hüft- Becken- ISG-Beschwerden.
  • Sehnenentzündungen, ( sowie Reizungen und Verletzungen)
  • Allgemein zur Unterstützung bei Verletzungen
  • Nacken-und Kopfschmerzen in Folge von Stürzen   oder Traumatas
  • Schultergelenksschmerzen, Blockaden, Entzündungen
  • Tennis- oder Golferellbogen (Epicondylitis)
  • Funktionelle Atembeschwerden  (häufiges Seitenstechen)
  • Magenprobleme (z.B. bei langen Ausdauerbelastungen)

Behandlungsindikationen

Behandlungsindikationen

Grundsätzlich eignet sich die Osteopathie für Menschen jeden Alters mit funktionellen Beschwerden. Strukturelle, pathologische Prozesse wie ernsthafte oder unheilbare Krankheiten und akute Erkrankungen gehören in die schulmedizinische Betreuung und Versorgung. Die Osteopathie versteht sich als komplementäres, ergänzendes medizinisches Konzept zur traditionellen Schulmedizin und kann auch als Unterstützung des Heilungsprozesses nach Operationen, Unfällen und Verletzungen sinnvoll sein.

Tierosteopathie für Pferde und Hunde

Genauso wie wir Menschen können auch Tiere unter Beschwerden jeglicher Art leiden. Diese betreffen meistens den Bewegungsapparat, können aber auch das Verdauungssystem oder andere Körpersysteme beeinträchtigen.

Häufig sind es Blockaden in der Wirbelsäule und Gelenken die durch den Bewegungsverlust dazu führen, dass der Körper in seiner Funktion eingeschränkt wird und somit aus dem Gleichgewicht gerät. Die Ursache liegt in einer mangelhaften Durchblutung sowie Stau im Gewebe welche durch die Folge der Blockade sind ebenso wie die Tonuserhöhung in der Muskulatur sowie Schmerzen durch gereizte Nervenstrukturen.

Durch manuelle Behandlungen ist der Osteopath in der Lage diese Blockaden aufzuspüren und durch entsprechende Techniken diese zu lösen und somit können sich die irritierten Gewebsstrukturen wieder ausgleichen. Mit einer osteopathischen Behandlung kann das Tier wieder in sein Gleichgewicht zurück finden und somit leistungsfähiger, belastbarer, zufriedener und gesunder sein.

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